Wiesenstraße und Astruper Weg: Umleitung darf nicht zur Dauerbelastung werden

09.09.2026

Die aktuelle Sanierung der Bremer Straße (K 351) ist notwendig und bringt mit neuem
Radweg, erneuerter Fahrbahn und barrierefreien Bushaltestellen wichtige
Verbesserungen für Belm. Gleichzeitig führt die Vollsperrung derzeit zu erheblichen
Belastungen auf Wiesenstraße und Astruper Weg. Die CDU-Fraktion fordert deshalb,
bereits während der Bauphase kurzfristig nachzusteuern.

Sowohl die Wiesenstraße als auch der Astruper Weg sind als Fahrradumleitung
ausgewiesen, werden aber gleichzeitig von vielen Autofahrern genutzt, um die
weiträumige Umleitung zu umgehen. Auf den schmalen Straßen führt das zu erheblich
mehr Begegnungsverkehr. Fahrzeuge weichen auf die Seitenbereiche aus, die teilweise
bereits deutliche Spurrinnen und Kanten aufweisen. Besonders für Radfahrer und
Fußgänger wird die Situation dadurch zunehmend problematisch.

Der Landkreis Osnabrück hat auf die Situation inzwischen reagiert und Tempo 50
angeordnet. Gleichzeitig wurde die Umleitungsführung angepasst. Die CDU-Fraktion
begrüßt, dass damit erste Maßnahmen ergriffen wurden. Eine dauerhafte Lösung ist
dies aus ihrer Sicht jedoch nicht. Insbesondere kann es nicht das Ziel sein, zusätzlichen
Verkehr lediglich auf andere Wohnstraßen und durch einen verkehrsberuhigten Bereich
zu führen.

Rainer Püngel, Vorsitzender des Ordnungsausschusses: „Es ist nicht hinnehmbar,
diesen Zustand bis Dezember bestehen zu lassen. Wir brauchen eine Lösung, die den
Verkehr aus den Wohnstraßen herausführt und gleichzeitig die Sicherheit derjenigen
gewährleistet, die dort wohnen oder mit dem Fahrrad und zu Fuß unterwegs sind.“

Die CDU-Fraktion schlägt deshalb weiterhin vor, für die Dauer der Bauarbeiten Tempo
30 auf Wiesenstraße und Astruper Weg anzuordnen. Zusätzlich soll der Landkreis
Osnabrück prüfen, ob die reguläre Ausfahrt von „Up de Heede“ über die vorhandene
Ampelkreuzung kurzfristig provisorisch wiederhergestellt und zumindest in Richtung
Ostercappeln geöffnet werden kann. Damit könnte ein Teil des Verkehrs direkt aus dem
Baugebiet herausgeführt und der Ausweichverkehr über Wiesenstraße und Astruper
Weg reduziert werden.

Meltem Ceylan betont insbesondere die Verkehrssicherheit: „Radfahrer und Fußgänger
sind in dieser Situation besonders gefährdet. Wenn Fahrzeuge im Begegnungsverkehr
ausweichen müssen und gleichzeitig Radfahrer auf der Strecke unterwegs sind, braucht
es klare Regeln und ausreichend Sicherheit. Hier darf nicht erst nach einem Unfall
gehandelt werden.“

Neben den kurzfristigen Maßnahmen muss aus Sicht der CDU-Fraktion auch der
Zustand der Straßen nach Abschluss der Bauarbeiten im Blick behalten werden.
Insbesondere die Seitenbereiche der Wiesenstraße sind durch die zusätzliche
Verkehrsbelastung bereits sichtbar in Mitleidenschaft gezogen. Auch am Astruper Weg
sind Auswirkungen des erhöhten Verkehrsaufkommens erkennbar.

„Wenn Straßen während einer größeren Baumaßnahme deutlich stärker belastet
werden, darf anschließend nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. Die
betroffenen Straßen und Seitenbereiche müssen nach Abschluss der Arbeiten wieder in
einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt werden“, erklärt der stellvertretende
Bürgermeister Bernd Strootmann (CDU).

Für die CDU-Fraktion ist deshalb klar: Die Sanierung der Bremer Straße ist richtig und
wichtig. Auch die kurzfristige Reaktion der Gemeinde ist ein erster Schritt. Tempo 50
und eine Verlagerung des Verkehrs auf andere Wohnstraßen können jedoch keine
Lösung bis Dezember sein. Mit Tempo 30 auf Wiesenstraße und Astruper Weg, der
Prüfung einer provisorischen Öffnung von „Up de Heede“ in Richtung Ostercappeln und
der anschließenden Beseitigung entstandener Schäden gibt es konkrete Möglichkeiten,
die Situation weiter zu verbessern. Ein „Weiter so“ bis in den Dezember hinein kann es
aus Sicht der CDU-Fraktion nicht geben.