Die CDU Belm begrüßt die Zusage von mehr als 1,9 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm für die Umsetzung des selbstentwickelten Radverkehrskonzepts in der Gemeinde Belm. Die Förderquote beträgt 90 Prozent. Die Gemeinde trägt lediglich einen Eigenanteil von zehn Prozent sowie die Planungskosten. Insgesamt umfasst das Radverkehrskonzept 16 Maßnahmen, von denen denen die Ratsmitglieder acht Projekte priorisiert hat, die nun schrittweise umgesetzt werden sollen.
Zu den wichtigsten Projekten gehören der Umbau der Ringstraße, die Schaffung einer sicheren Querungsmöglichkeit an der Icker Landstraße sowie die Verbesserung der Wegeverbindung vom Strohtmanns Weg bis in die Stadt Osnabrück.
Ein weiterer Baustein ist die Einrichtung einer Fahrradstraße am Icker Kirchweg. Dadurch soll es möglich sein, den Bereich künftig mit „Durchfahrt verboten – Anlieger frei“ auszuweisen und den Schleichverkehr durch die Wohnsiedlung deutlich zu reduzieren.
„Die Bürgerinnen und Bürger in Icker fordern seit langem wirksame Maßnahmen gegen den zunehmenden Schleichverkehr auf dem Icker Kirchweg. Mit der Fahrradstraße schaffen wir endlich die rechtlichen Voraussetzungen, um den Durchgangsverkehr zu reduzieren und die Lebensqualität der Anwohner spürbar zu verbessern“, betont CDU-Fraktionsvorsitzender Jan-Hendrik Schulhof. „Das ist ein konkreter Gewinn für die Menschen vor Ort.“
Die CDU sieht in der Förderung eine große Chance für die Gemeinde. „Für jeden Euro, den die Gemeinde investiert, fließen neun Euro Fördermittel nach Belm. Entscheidend ist nun, dass dieses Geld dort eingesetzt wird, wo es den größten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger bringt. Wir wollen hierdurch mehr Verkehrssicherheit, besseren Verbindungen und kürzere Strecken“, so Schulhof.
Parallel zu den Infrastrukturmaßnahmen sollen in Belm auch großflächig Fahrradzonen ausgewiesen werden. Die CDU-Fraktion sieht diesen Ansatz differenziert. Während die baulichen Maßnahmen konkrete Verbesserungen für die Verkehrssicherheit schaffen, ist der Nutzen und Mehrwert von Fahrradzonen aus Sicht der CDU-Fraktion begrenzt. Mehr Sicherheit entsteht nicht durch zusätzliche Beschilderung, sondern vor allem durch sichere Verkehrswege, bessere Querungsmöglichkeiten und den gezielten Ausbau der Infrastruktur.
„1,9 Millionen Euro Fördermittel sind eine große Chance für Belm. Unser Anspruch muss sein, dieses Geld verantwortungsvoll einzusetzen. Für die CDU stehen deshalb Projekte im Vordergrund, die konkrete Probleme lösen, Gefahrenstellen entschärfen und die Lebensqualität in unseren Ortsteilen verbessern“, erklärt erklärt der Vorsitzende des Umweltausschusses André Allendorf (CDU). Nach Auffassung der CDU-Fraktion erwarten die Bürger zu Recht spürbare Verbesserungen und keine Maßnahmen, die nur auf dem Papier gut aussehen. „Jetzt kommt es darauf an, die priorisierten Projekte zügig und wirtschaftlich umzusetzen“, so Allendorf abschließend.



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